St. Peter Wenzenbach
Kirche
Schönberger Straße 2, 93173 Wenzenbach
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Büro vor Ort
Schönberger Straße 4, 93173 Wenzenbach
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Öffnungszeiten
Di: 08:00 - 12:00 Uhr
Do: 13:00 - 17:00 Uhr
Kontakt
E-Mail: wenzenbach@bistum-regensburg.de
Telefon: 09407 / 2558
Messner: Info folgt
Veranstaltungen dieser Pfarrei
Beiträge dieser Pfarrei
Kapelle Probstberg
Die Kapelle auf dem Probstberg ist ein beliebter Ort der stillen Andacht und des gemeinschaftlichen Gebets in der Pfarreiengemeinschaft . Sie liegt im Ortsbereich Probstberg, einem ehemaligen Klostergutbesitz, der erst nach der Säkularisation 1803 besiedelt wurde. Bis heute wird die Kapelle regelmäßig genutzt – etwa für Maiandachten der gesamten Pfarreiengemeinschaft – und bildet einen lebendigen spirituellen Mittelpunkt für die Gläubigen aus Wenzenbach und den umliegenden Ortschaften .
Geschichte
der Kirche
Mehr zu unserem Kirchenbau:
Informationen auf der Website
der “Straße der Moderne”
(externer Link)
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Die Geschichte der Pfarrkirche St. Peter in Wenzenbach reicht weit ins Frühmittelalter zurück. Archäologische Grabungen im alten Kirchenschiff legten fünf Pfostengruben einer frühen Holzkirche frei. Diese erste Saalkirche mit eingezogenem Rechteckchor entstand wahrscheinlich im 7./8. oder spätestens im 9. Jahrhundert. Sie gehört zu den typischen frühen Holzkirchen der Region und steht im Zusammenhang mit der Besiedlung durch die Agilolfinger bzw. der karolingischen Christianisierung. Frühmittelalterliche Keramikfunde unterstützen diese Datierung. Dieser Holzbau markiert den Beginn der christlichen Präsenz am Ort.
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In nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Holzkirche durch einen Steinbau ersetzt, wobei das Langhaus weitgehend beibehalten wurde. In romanischer Zeit erfolgte eine Erweiterung nach Osten. Der entscheidende Umbau fand in der Gotik um 1482 statt: Das Gotteshaus wurde unter Beibehaltung des Westabschlusses um etwa drei Meter nach Süden erweitert und erhielt einen neuen Chor mit Fünfachtelschluss. Der Schlussstein im Chor trägt die Jahreszahl 1482. Der mächtige quadratische Chorflankenturm mit seinem charakteristischen Rhombendach (Spitzhelm) hat romanische Wurzeln und wurde 1881 erneuert.
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Um 1900/1901 verlängerte man das Langhaus schlicht nach Westen, um mehr Platz für die wachsende Gemeinde zu schaffen. Die Ausstattung wurde damals neugotisch gestaltet, und fast alle Fenster erhielten 1904/05 Glasmalereien. Die alte Kirche bestand aus einem Saalbau mit Flachdecke im Langhaus und einem Netzgewölbe im Chor. Über Jahrhunderte hinweg diente sie als zentraler Sakralbau der Gemeinde und blieb im Kern bis zum modernen Umbau erhalten.
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Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts bildete die gewachsene gotisch-romanische Kirche das Herz der Pfarrei. Das rasante Bevölkerungswachstum Wenzenbachs machte eine Erweiterung unumgänglich. Statt eines Abrisses entschied man sich bewusst für die Integration des historischen Bestands. Heute dient der alte Teil als Eingangs- und Werktagskapelle mit historischem Hochaltar und neugotischen Fenstern und bewahrt so die über 1000-jährige Baugeschichte lebendig. Die archäologischen Spuren und die alten Mauern verbinden die moderne Schiffskirche mit ihrer langen Tradition.
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Bereits die Form des Grundrisses (Schiffsform) deutet auf den Kirchenpatron hin, den Hl. Petrus. Die Seefahrt wurde zum bestimmenden Thema der Kirche.
Immer neu wird der Besucher daran erinnert, dass der Heilige Petrus ein Fischer war und von Jesus zum Menschenfischer erwählt wurde. Die Planer wollten ein Bild der Kirche entwerfen, wie es für die Zukunft von Bedeutung sein könnte: Im mystischen Sinn befinden sich die Gläubigen auf einer Fahrt vom Diesseits ins Jenseits. In der heutigen säkular-materiellen Welt könnte dies ermuntern, die andere Welt anzusteuern: Das Reich Gottes.
Wer den riesigen Schiffsbauch betritt, wer nach oben schaut und das weit ausladende Gebälk betrachtet, erinnert sich, dass wir letztlich alle „in einem Boot“ sitzen: Sei es nun gemeint als Aufforderung, die Einheit der Kirche vorzuleben, oder auch die Einheit des sehr schnell angewachsenen Dorfes Wenzenbach zu verwirklichen, oder auch die Einheit der ganzen Welt ins Auge zu fassen: Das „globale Dorf“. Immer steht die Gemeinschaft vor Augen. Einigkeit macht stark. Sie ermöglicht uns, die Aufgaben unserer Zeit zu meistern.
„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit…“ (Kirchenlied)Mehr Informationen auf der Website der “Straße der Moderne” (externer Link)
Jede unserer Pfarreien besitzt ihre einzigartige Geschichte, besondere Orte und bemerkenswerte Menschen. Gemeinsam bilden wir als lebendige Gemeinschaft die Pfarreiengemeinschaft zwischen 6 Kirchen und vielen Kapellen.

