Abschiedsgruß von Kaplan Leonard Skorczyk

Abschied mit dankbarem Herzen

„Nicht uns predigen wir, sondern Jesus Christus als den Herrn.” (2 Kor 4,5)

Liebe Pfarreiengemeinschaft Wenzenbach–Bernhardswald,

zwei Jahre sind vergangen — und ich gehe nicht ohne Wehmut. Selten habe ich in so kurzer Zeit so viel gelernt! Diese Zeit war für mein Priestertum eine echte Schule: die Neuschaffung der Pfarreiengemeinschaft, Wahlen in Gremien und Gruppen, viele neue Glaubenserfahrungen und Kontakte, eine Kirche im Wandel — und dabei viele Menschen, die mit Überzeugung und tiefem Glauben dabei sind. In der direkten Einzelseelsorge, bei Erstkommunionfeiern, in der Schule und bei den Festen durfte ich mein Handwerk vertiefen, und ich nehme vieles mit, das mich noch lange prägen wird.

Was mich besonders beeindruckt hat, war die Haltung, die ich in den Pfarreien vorgefunden habe: eine Kultur des Respekts im Umgang und der Wertschätzung in der Kommunikation, die gemeinsames Wachstum ermöglicht! Dass ihr euch anpassen könnt, ohne das wesentliche Glaubensgut zu verlieren ist kein Zufall, sondern ein Zeichen, dass Gott mächtig in seiner Kirche wirkt. Mich hat es stetig aufgebaut, bei euch als Priester wirken zu dürfen und dafür Würdigung und Zuspruch zu erhalten. So ist das Priesterleben eine echte Freude! 

Ich gehe mit schwerem Herzen, freue mich aber aufrichtig auf Nittendorf-Undorf und die Menschen, die ich dort kennenlernen darf und die Vertiefung im Promotionsstudium. Als junger Priester, der bis vor Kurzem noch in der Ausbildung war, gehören solche Wechsel dazu — und das Pastoralteam hier wird auch die Kontinuität gewährleisten, die eine Gemeinde braucht.

Und vielleicht gibt uns der Wechsel auch ein gutes Zeichen: Wir Priester sollen nicht an uns binden, sondern an Christus. Wir verkündigen nicht uns selbst — sondern ihn, Christus, den auferstandenen Herrn. 

Vergelt’s Gott für alles. Betet für mich — ich bete für euch. Euer Kaplan Leonard Skorczyk 

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Feierliche Firmspendung mit Bischof Rudolf