Mariä Himmelfahrt Irlbach

Pfarrkirche

Grünthaler Straße 7, 93173 Irlbach

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Pfarrbüro

Grünthaler Straße 5, 93173 Irlbach

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Öffnungszeiten

Di & Do: 09:00 - 12:00 Uhr

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E-Mail: pfarramt@pfarrei-irlbach.de

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Veranstaltungen dieser Pfarrei

Beiträge dieser Pfarrei

Kapelle Grünthal

Die Kapelle wurde 1922 zunächst ohne Genehmigung gebaut. Erst hinterher wurde die Kapelle vom Landratsamt genehmigt. In seinem Brief vom 4. Sept. 1922 sucht Pfarrer Georg Schießl beim Ordinariat nach, die Kapelle am 17. Sept. bei einer Feldmesse weihen zu dürfen. Der Pfarrer entschuldigt sich für sein kurzfristiges Ersuchen, weil die Grünthaler nicht wussten, ob sie mit dem Bau fertig würden. Seit 1956 befindet sich der Altarstein aus dem damaligen Holzaltar der Kirche Irlbach in der Kapelle. Seitdem werden in der Kapelle in den Sommermonaten vierzehntägig Hl. Messen gefeiert.

Im Sommer finden abwechselnd in Grünthal und Thanhausen Mittwoch abends um 18 Uhr heilige Messen statt.

Kapelle Thanhausen

  • Die Thanhausener Kapelle kann bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken.
    1748 gehörte Thanhausen zur Pfarrei Regenstauf und zur Herrschaft Hauzenstein. In diesem Jahr beschlossen die Bürger von Thanhausen, dass sie mit Unterstützung des Pfarrers von Regenstauf das Gesuch zum Bau einer Kapelle beim Bischof einreichen. Am 17. Juni wurde das Gesuch geschrieben und am 05. August wurde dem Bau der Kapelle zugestimmt. Wenn man bedenkt, welche Übertragungszeiten für Anhörung und Planeinreichung zu dieser Zeit eingerechnet werden müssen, eine Blitzgenehmigung, die heute trotz Mail und Internet seines gleichen sucht. Am 12.07.1750 ist der Kapellenbau abgeschlossen und am 17.08.1750 trifft die Erlaubnis zur Einweihung ein.

  • Im Jahr 1822 wird Thanhausen wieder nach Irlbach umgepfarrt. 90 Jahre später, also 1912 wird mit Einführung der neuen Kirchengemeindeordnung die Kirchenverwaltung Thanhausen aufgelöst, da jetzt Gläubige aus Thanhausen und Fußenberg Mitglied der Kirchenverwaltung Irlbach werden können.

  • 1916 wird der Zustand der Kapelle als dem Verfall nahe beschrieben und 1917 muss zudem die Glocke der Militärverwaltung übergeben werden. Doch die Thanhausener hängen an ihrer Kapelle und schon 1925 kann eine neu Glocke, die aus Spenden finanziert ist, im Glockenturm läuten.

  • 1993/94 wird die Kapelle von Grund auf renoviert. Im Rahmen der Renovierung wird sie trockengelegt und eine neue Beleuchtung integriert. Auch ein automatisches Läutwerk wurde eingebaut.

  • 250-Jahr-Feier im Jahr 2000

    Am 25.06.2000 feierte Thanhausen mit der Pfarrei Irlbach mit Pfarrer Irlbacher das 250 jährige Jubiläum zur Einweihung mit einer Sternwallfahrt und einem Festgottesdienst.

    Auch heute wird die Kapelle gepflegt und die Glocken geläutet. Und gemäß der damaligen Vorgabe wird werktags Gottesdienst gefeiert, im Wechsel mit der Kapelle in Grünthal immer Mittwochs in den Sommermonaten.

    Quelle: Festschrift zum 250-jährigen Jubiläum

Geschichte
unserer
Pfarrei
Irlbach

Irlbachs Kirche, in diesem kleinen Dorf nördlich der Donau, hat eine faszinierende Geschichte! Seit dem 9. Jahrhundert spielte es eine wichtige Rolle in der Region. Die Kirche Mariä Himmelfahrt, die mit ihrem beeindruckenden gotischen Turm das Dorf überragt, entstand über Jahrhunderte hinweg.

 

Archäologen fanden Spuren früherer Kirchen, darunter eine Holzkirche aus der Zeit um 700! Irlbachs Geschichte ist mit den großen Heiligen St. Rupert und St. Wolfgang selbst verbunden!

  • Seit dem 13. Jahrhundert nehmen kleinere Wallfahrten, vornehmlich die Marienwallfahrten, zu. Viele dieser Wallfahrtsorte, Zeugnisse des mittelalterlichen Volksglaubens, sind heute unbekannt und die dort geübten Bräuche dem Vergessen anheim gefallen.
    Nördlich der Donau, im heutigen Wenzenbachtal, ehemals Erlenbachtal, liegt das Dorf Irlbach. Spätestens für das 9. Jahrhundert ist das Interesse des Regensburger Hochstifts am Ausbau und der Arrondierung seiner Besitzungen in diesem Raum archivalisch belegt:

  • Bischof Ambricho (863—882) zeichnet eine Urkunde in „domo episcopi inter Erilapah et Menzinpah constructa". Folgt man früheren Überlieferungen, so bestand allerdings bereits unter Bischof Gawibald (739—761) eine Kapelle in Irlbach „Elirespah", die vom heiligen Rupert, so will es die Sage, um das Jahr 700 gegründet sein soll. Im Jahr 983 übereignet Bischof Wolfgang Irlbach dem Regensburger Benediktinerinnenkloster St. Paul, dem so genannten Mittelmünster, zur Erstausstattung. Hier verblieb es trotz zahlreicher Konflikte mit den Herren von Schönberg bis ins ausgehende 16. Jahrhundert.

  • Die auf einem Hügel oberhalb des Tales gelegene, mit ihrem gotischen Turm das Ortsbild beherrschende Kirche Mariä Himmelfahrt verrät auf den ersten Blick nichts von ihrer Vergangenheit. Sie stellte sich als ein im Laufe mehrerer Jahrhunderte gewachsener, immer wieder den Erfordernissen der Zeit angepasster Bau dar. Von der mittelalterlichen Substanz waren auf den ersten Blick nur der mächtige Kirchturm und der gotische Chor zu erkennen. Da das Kirchenschiff im Wesentlichen eine Erweiterung des 19. Jahrhunderts war und kunsthistorisch wenig Bedeutung besaß, musste es im Jahr 2003 dem Neubau eines unterkellerten Gotteshauses weichen. Mögliche Reste älterer Sakralbauten im Kirchenschiff konnten deshalb nicht erhalten werden. Aus diesem Grund wurde in bester Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde und dem Architekten etwa ein halbes Jahr vor dem geplanten Baubeginn eine Präventivgrabung veranlasst, die neben einer Reihe von Vorgängerbauten einen in dieser Form bisher einmaligen Befund freilegte.

  • Bereits direkt unter dem jüngsten Fußboden kamen umfangreiche Spuren früherer Kirchenbauten ans Tageslicht. Tatsächlich wiesen die ältesten Befunde in die Zeit der Ersterwähnung zurück und belegen die schriftlichen Quellen zur Entstehung aus archäologischer Sicht. Die ältesten Überreste stellen die Pfostengruben einer Holzkirche dar. Da westlich der Kirche Siedlungsschichten mit Keramik des 8./9. Jahrhundert angeschnitten wurden, liegt die Datierung der Holzkirche in spätmerowingische/-karolingische Zeit nahe.
    Zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt, womöglich noch in karolingischer Zeit, wurde der Holzbau durch eine in Form und Dimensionierung annähernd identische Steinkirche ersetzt.
    Der nächste Kirchenbau wird zur Zeit der Romanik ebenfalls als solider Massivbau neu errichtet. Das Kirchenschiff ist als einfacher rechteckiger Saal ausgeführt. Der Chor wird entsprechend der zeittypischen Sanktuariumsgestaltung mit einer halbrunden Apsis ausgestattet.

  • Der unter dem heutigen Chor gelegene Teil des romanischen Friedhofs barg einen in dieser Form bisher einmaligen Befund. Um den halbrunden Chor, nahezu strahlenförmig angeordnet, lagen über 90 Kindergräber. Die Gräber überschnitten sich, und es fand sich daneben eine große Zahl umgelagerter Knochen. Da aus Gründen des Denkmalschutzes nur ein Freilegen der Gräber bis zu alle Skelette erfasst wurden, muss von einer weitaus größeren Zahl von Bestattungen ausgegangen werden. Mit Errichtung des heute noch stehenden gotischen Chores im Jahr 1347 wurde ein Teil dieser Gräber überbaut.

  • Die Untersuchung der Skelette zeigte, dass es sich bei den Bestatteten weitgehend um Neugeborene handelte, daneben fanden sich aber auch Frühgeburten und Kleinkinder. Auf den ersten Blick möchte man an sog. „Traufkinder” denken, nicht getaufte Neugeborene, die im hohen Mittelalter an den Traufseiten der Kirchenschiff bestattet wurden. Das vom Kirchendach herabrieselnde Regenwasser sollte ihnen quasi posthum das Sakrament der Taufe spenden. Diese Bestattungen, meist in einer embryonalen Seitenlage, finden sich jedoch in der Regel an den Seiten der Kirchenschiffe.

  • In Irlbach jedoch wirken die Kindergräber besonders exponiert. Wie ein Strahlenkranz sind sie um den Chor angeordnet und von den übrigen Gräbern durch einen Weg getrennt. Der Ort ist ungewöhnlich, weil die Bestattung am Chor, d.h. in Altarnähe und damit in Nähe zum Allerheiligsten, meist bedeutenden Mitgliedern der Kirchengemeinde, etwa dem Ortsadel, vorbehalten war. Kaum vorstellbar ist, dass gerade dieser Platz ungetauften Kindern, also im mittelalterlichen Verständnis Heiden, vorbehalten war. Diesen war der Weg ins Himmelreich versperrt. Die im Schoß gefalteten Hände der Irlbacher Kinder, auch der Neugeborenen, zeigen unmissverständlich, dass sie getauft waren.

  • Ein Beispiel aus der Schweiz zeigt, wie sehr Eltern um das Seelenheil ihrer neugeborenen und daher ungetauft verstorbenen Kinder bemüht waren. In Oberbüren im Kanton Bern ist durch einen Rechtsstreit des Konstanzer Bischofs mit der Kirchenverwaltung des Kantons Bern ein Wallfahrtsbrauch aktenkundig geworden, der sicher nicht nur dort üblich war. Vom ausgehenden 15. Jahrhundert bis zur Reformation wurden in der dortigen Marienkapelle Totgeborene und ungetauft verstorbene Säuglinge kurzzeitig wieder „zum Leben erweckt”, getauft und bestattet. Die toten Säuglinge wurden zu diesem Zweck an Kohlenfeuern erwärmt, die Lebensprobe erfolgte mit einer Feder, die den schwachen Atem des reanimierten Kindes anzeigen sollte. Diese Aufgabe wurde von Frauen des Ortes ausgeführt, die dies wegen des großen Andrangs von Weitem angereister Pilger als hauptberufliche Einnahmequelle betrieben haben dürften. Der Bischof von Konstanz beklagt in seinem Untersuchungsbericht für die ersten Jahre der Ausübung des Ritus die Taufe von bereits über 2000 toten Kindern. Bestätigt wurde der Brauch im Falle Oberbüren im archäologischen Befund durch eine große Anzahl von Neugeborenenskeletten.

  • Die Quellenlage im Fall Irlbach ist nicht so detailliert. So findet sich als einziger Nachweis einer mittelalterlichen Wallfahrt zur dortigen Kirche Mariä Himmelfahrt eine Notiz über die Pilger, die in großer Zahl in einem nahe gelegenen Waldstück zu übernachten pflegten. Der archäologische Befund lässt sich hier bisher nicht durch Schriftquellen klären und kann letztlich nur durch Vermutungen interpretiert werden. Die große Zahl der Kindergräber mag im Zusammenhang mit der Wallfahrt stehen. Die Altersstruktur der Kinder zeigt, dass ein Teil bereits sicher zu Lebzeiten getauft worden war. Die Kinder starben an Krankheiten, denn viele zeigten Mangelerscheinungen. So ist es gut möglich, dass die kranken Kinder und sicher auch kranke Erwachsene in der Marienkapelle in Irlbach Heilung und Trost suchten, dort verstarben und beerdigt wurden. Ob bei den Föten und neugeboren Verstorbenen ein Ritus wie der oben beschriebene Anwendung fand, ist spekulativ.

  • Deutlich wird in jedem Fall, dass im Mittelalter vielerorts die Laienfrömmigkeit, nicht abgestumpft durch die hohe Kindersterblichkeit, auch dem verstorbenen Früh-oder Neugeborenen einen würdigen Platz im Diesseits wie im Jenseits zubilligte.

    gesamter Text von Jochen Scherbaum

Kapelle Abbach-Hof

An der Straße befindet sich eine neu renovierte Kapelle mit einer holzgeschnitzten Muttergottesstatue. Genutzt wird diese Kapelle gelegentlich bei Prozessionen und kleineren Andachten vom Frauenbund und MMC Irlbach. Innerhalb der Anlage des Abbach-Hofes fällt noch ein hoch aufragendes Gebäude an der Umfassungsmauer auf. Es handelt sich dabei um eine katholische Kapelle, die bei der Säkularisation 1803 in einen Speicher umgewandelt wurde. Die romanische Anlage wurde aus Sandsteinquadern erbaut. Die Apsis wurde abgerissen. Der Chorbogen ist halbrund. Das Langhaus war flachgedeckt, die Giebel noch romanisch. Im Westen sind Spuren einer gewölbten Empore, die auf zwei Jochen ruhte. Auf der Südseite führen etliche Stufen zum Eingang empor. Im Schiff sind beiderseits zwei rundbogige Fenster (0,57 m lichte Breite und 1,60 lichte Höhe). Auch vermauerte Fenster sind erkennbar.

Bei der Kirchenruine des Abbachhofes, die unter Denkmalschutz steht, handelt es sich um eine Kirche im Stil der Hauskapellen in Regensburg des 11. und 12. Jahrhunderts. „Hauskapellen besitzen in Regensburg durch das ganze Mittelalter besondere Bedeutung. Schon im 11. Jahrhundert bot uns St. Stephan ein höchst interessantes Denkmal dieser Art, dessen Anlage jetzt bezeichnend für die Wirkung der Kunst der Stadt auf die des Landes, bei einigen Schloßkapellen in der Umgebung von Regensburg, frei wiederholt wird. So finden wir im 12. Jahrhundert derartige einschiffige in zwei Jochen unterwölbte Kirchen mit unterwölbter westlicher Empore in dem eine Stunde östlich von Regensburg gelegenen Kreuzhof, in Abbachhof, anderthalb Stunden nördlich von Regensburg, in Schönfeld bei Altenthan, in Hof am Regen, in Aicholding bei Riedenburg.

Boneder Kapelle

Die Kapelle findet man im Wald über dem Roither Hang. Errichtet wurde die Kapelle von der Familie Boneder 1984. Von der Pfarrei Irlbach wird die Kapelle bei Bittgängen und Andachten aufgesucht.


Seit Bestehen der Pfarreiengemeinschaft Wenzenbach-Irlbach findet bei dieser Kapelle auch immer eine gemeinsame Andacht statt. 

Kapelle Gonnersdorf

Am 22. Januar 1901 frägt Pfarrer Franz Hirschberg beim Ordinariat an, ob in Gonnersdorf eine Kapelle gebaut werden darf. Die Gastwirtswitwe Barbara Weigert will eine Kapelle errichten und “darin das Bildnis der schmerzhaften Muttergottes bringen”. Der beigelegte Plan wird so nicht genehmigt, es soll besonders am Turm etwas geändert werden. Daraufhin wird am 25. Februar 1901 der ursprüngliche einfachere Plan eingesandt, den der Mann von Frau Weigert erstellen ließ. Die Genehmigung zum Bau wird am 1. März 1901 erteilt. Die Kapelle bleibt im Grundbuch dem Hofe zugehörig eingetragen. Die Familie verpflichtet sich zum Unterhalt der Kapelle. Heute beherbergt die Kapelle eine Muttergottesstatue. Sie wird als Altar für die Fronleichnamsprozession genutzt.

Kapelle Fußenberg

Die jüngste Kapelle in unserer Pfarrei ist die Kapelle in Fußenberg. 1992 beschloss der Schützenverein Gambachtal auf Anregung des damaligen Vorsitzenden das Projekt "Kapelle am Fußenbühl" anlässlich des 40. Vereinsjubiläums anzugehen. Eine Kapelle bei Roßbach stand Pate bei der Gestaltungsidee.

Mit vielen Stunden in Eigenleistung, Spenden und eigenen Geldmitteln errichtete der Schützenverein die Kapelle. Knapp ein Jahr nach Baubeginn war die Kapelle fertiggestellt und konnte im Rahmen des Vereinsjubiläums von Pfarrer Strunz am 03.07.1993 eingeweiht werden.

Von der Kapelle aus hat man einen herrlichen Blick in die Umgebung und die Lage an der Weggabelung lädt immer wieder Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger ein, kurz zu verweilen, vielleicht ein Gebet zu sprechen und sich an der Natur zu erfreuen. Gerne wurde die Kapelle auch schon für Gottesdienste genutzt.

Jede unserer Pfarreien besitzt ihre einzigartige Geschichte, besondere Orte und bemerkenswerte Menschen. Gemeinsam bilden wir als lebendige Gemeinschaft die Pfarreiengemeinschaft zwischen 6 Kirchen und vielen Kapellen.

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