Marianische Männercongregation

Wenzenbach

Unser Jahresprogramm

Geschichte der MMC Wenzenbach

  • Die Anfänge der MMC in Wenzenbach sind nicht mehr exakt festzumachen, aber bereits vor 1900 werden immer wieder Männer aus Wenzenbach in den Jahrbüchern der MMC Regensburg genannt.

    1912 wird erstmals mit 108 Einzelsodalen eine Größenordnung aus Wenzenbach in den Jahrbüchern vermerkt.

    1934 wurden die Einzelsodalen zur Pfarrgruppe Wenzenbach zusammengeschlossen. Der Obmann dürfte zu diesem Zeitpunkt Heinrich Sperl gewesen sein.

    Wahrscheinlich bedingt durch die beiden Weltkriege reduzierte sich 1952 der Mitgliederstand auf 17 Sodalen. Nach unseren Recherchen hat Johann Bauer damals die Obmannschaft übernommen.

  • Seit dem Jahr 1960 befinden sich im Archiv der MMC Wenzenbach lückenlos alle Jahrbücher in gebundener Form.

    Ab 1977 übernahm Josef Klar die Leitung der auf 48 Sodalen angewachsenen Pfarrgruppe. Der damalige Pfarrpräses BGR Alfons Lichtenwald spendete uns in diesem Jahr auch unser MMC-Banner.

    Bereits ein Jahr später wurde Georg Willhelm Obmann der MMC Wenzenbach und leitete diese, über 20 Jahre, nämlich bis 1999 überaus erfolgreich.

    Karlheinz Renner, der bereits 7 Jahre  Stellvertreter von Obmann Wilhelm war, wurde in dem besagten Jahr zu seinem Nachfolger gewählt. Damals hatte die MMC-Pfarrgruppe 63 Mitglieder.

  • Die Aktivitäten auf Pfarreiebene erstrecken sich neben der Teilnahme am allgemeinen kirchlichen Leben, besonders auf die Gestaltung des Jahreskonventes an Mariä Lichtmess, an der Kreuzwegandacht, der Traditions-Maiandachten am Birkenhof und in der Pfarrkirche an Christi Himmelfahrt, an der jährlich stattfindenden Familienwallfahrt, am Oktoberrosenkranz, an der Nikolausaktion und einer jährlichen Winter-Fußwallfahrt.

    Auch die großen Termine der Congregation Regensburg, wie das Hauptfest in der Dominikanerkirche, die Teilnahme an der Wolfgangswoche, die Fußwahlfahrt nach Mariaort und der jährliche Gedenkgottesdienst für Pater Rupert Maier sind feste Termine in der Jahresplanung vieler Sodalen aus Wenzenbach.

  • Auch leistet die MMC Wenzenbach immer wieder besonderen Aktivitäten innerhalb der Pfarrei:

    Im Jahr 2000 haben wir mit hohem finanziellem Aufwand zwei kostbare Prozessionsbanner restauriert und der Kirchenverwaltung wieder übergeben.

    Auch in der Vorbereitung und während dem Kirchenbau leisteten Mitglieder der MMC über Jahre hilfreiche Hand- und Spanndienste auf vielfältige Art und Weise. Jahrelang waren MMC Mitglieder in den kirchlichen Gremien engagiert.

    Auf Initiative und finanzieller Start-Einlage der MMC Wenzenbach haben 2004 alle Ortsvereine der Pfarrei Wenzenbach eine zeitgemäße Marienfigur für die neue Pfarrkirche gespendet.

    Ja, und dann schrieb man 2005 selbst an der Geschichte unseres Ortes mit. Die MMC löste ein Versprechen gegenüber den Pfarreimitgliedern ein und baute Ersatz für eine über 100 Jahre alte Lourdesgrotte, welche dem Kirchenbau im Jahr 2002 weichen musste. Aus eigenen Mitteln, mit fleißigen Händen, vielen Spenden und guten Taten hat die MMC Wenzenbach hier großartiges  geleistet. Der Standort ist im gemeindlichen Friedhof, dort hat man uns die dafür notwendige Fläche zur Verfügung gestellt und die Bevölkerung nimmt diesen Grottenbau als Betraum in überwältigender Weise an. Eine Standort-Kompromisslösung hat sich so als Glücksgriff erwiesen. Als kleine Gegenleistung unterstützen wir mit Zuschüssen auch weiterhin gemeindliche Maßnahmen im besagtem Friedhof, wie z. B. die Sanierung der Aussegnungshalle.

    Nach über elf Jahren Wegstrecke machten wir uns 2018 auf, einen öffentlichen Kreuzweg zu realisieren. Eine lange Zeit von der ersten Idee bis zum finalen Setzen der Granitsäulen aus dem Bayerwaldgranit mit den Bronze-Bildertafeln aus München. Die Finanzierung hat der MMC Wenzenbach alles abverlangt. Ohne die viele Spenden von allen Seiten, Mitgliederbeiträgen und dem Verkauf von Kerzen in der Friedhofskapelle hätte das Projekt nicht verwirklichen können. Am fünften Fastensonntag 2019 wurde der Kreuzweg unter der Teilnahme aller MMC-Pfarrcongregationen aus dem Bezirk 3 auf dem Friedhof eingeweiht. MMC-Bezirkspräses, Pfarrer Johann Babel aus Wenzenbach, segnete die vom Steinmetzmeister Hans Viehbacher aus Regenstauf geschaffenen 14 Stationen. Bürgermeister Sebastian Koch brachte sich mit Gedanken im anschließenden Kreuzweggebet mit ein. Monika Krunes, Mitglied der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates, legte mit tiefgehenden Betrachtungen die einzelnen Stationen in unsere Zeit und in unser Leben hinein. Pfarrer Prof. Dr. Hans Gleixner und Prodekan Alois Schmidt rundeten das Gebet entlang des Weges ab. Der Weg schlängelt sich in einem idyllischen Rundweg um einen tief-stillen Teil des Friedhofes und ist auch für Menschen, die auf den Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, sehr gut abzugehen und zu betrachten.

  • Unsere Aktivitäten sind sichtbare Zeichen, wie sich eine MMC innerhalb der Pfarrei aber auch unpolitisch in der Kommune engagiert. Unsere Aktivitäten sollen Zeichen setzen, die andere Männer motivieren bei der MMC mit zu machen. Dass dies nicht einfach ist, wissen wir alle, dass bereitet uns in der Vorstandschaft der Pfarrgruppe auch große Sorgen, doch der gute Zuspruch der Pfarrgemeinde ist uns andererseits ein Zeichen und Mut für die Zukunft.

Die Marienstatue der Pfarrkirche

  • Bereits seit einiger Zeit schmückt unsere neue Pfarrkirche eine von allen Ortsvereinen finanzierte, von dem Pressather Künstler Helmut Langhammer gestaltete Marienfigur. Als Obmann der Marianischen Männercongregation Wenzenbach möchte ich einige Gedanken zur Darstellung der Gottesmutter mit dem Jesuknaben darlegen, die sich auch aus Gesprächen mit dem Künstler ergeben.

  • Aus einer hohen, schlanken Säule wächst die sitzende Figur der Mutter Jesu. Ihre kompakte, nach außen geschlossene Form wirkt weniger wie eine thronende Königin als vielmehr wie eine mütterlich schützende Hülle. Die Darstellung strahlt Ruhe, Schutz und Geborgenheit aus. Trotz des massiven Materials zeigt ihr Gesicht Schönheit und Anmut. Der Raum vor ihrem Herzen und auf ihrem Schoß ist den Gläubigen geöffnet. Ihre Arme schützen und laden ein, Christus zu folgen.

  • Das Kind tritt mit weit geöffneten Armen aus dem bergenden Raum der Mutter heraus und wird zum Mittelpunkt. Sein Blick ist auf den Altar gerichtet, er steht selbstbewusst im Vordergrund. Maria präsentiert ihn als Gottessohn und tritt selbst zurück, verstanden als Mittlerin zwischen Gott und den Menschen. Ihre Hände halten ihn nicht fest, sondern stützen ihn offen. Christus kennt seinen Weg und geht ihn entschlossen, während wir wie er den helfenden Händen der Mutter vertrauen dürfen.

  • Die Haltung des stehenden Kindes weist bereits auf die Passion hin. Sein Profil lässt den späteren Kreuzestod erahnen und macht das zentrale Zeichen unseres Glaubens sichtbar: das Kreuz. Zugleich bleibt der Blick nicht beim Leiden stehen, sondern öffnet sich auf die Hoffnung der Auferstehung.

  • Die Marianische Männercongregation Wenzenbach dankt allen Vereinen und privaten Spendern, deren Namen im Inneren des Sockels festgehalten sind. Zugleich lädt sie dazu ein, sich mit dieser Darstellung der Gottesmutter auseinanderzusetzen und in ihr einen Zugang zum Glauben zu finden.

    Karlheinz Renner, 1. Obmann der MMC Wenzenbach, 2004