Pfarrwallfahrt nach Hetzenbach
Pettenreuther Pfarrwallfahrt nach Hetzenbach
Am 01. Mai 2026, dem Hochfest der Patrona Bavariae, versammelte sich um 7:30 Uhr eine Gruppe Pilgerinnen und Pilger bei herrlich frühsommerlichem Wetter in Hauzendorf, um zur Wallfahrt aufzubrechen.
Pfarrvikar Amuthan spendete allen den Wallfahrersegen. Ziel unserer Wallfahrt war wie im letzten Jahr die Wallfahrtskirche St. Leonhard in Hetzenbach. Die Wallfahrt nach Hetzenbach hat im Vorwald-Gebiet Tradition: schon im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit gab es Leonhardi-Wallfahrten in Pettenreuth, Kürn, Bernhardswald und Wenzenbach. Diese Wallfahrt enthält deshalb das Potential, eine auf Tradition beruhende gemeinsame Identität unserer neuen Pfarreiengemeinschaft Wenzenbach-Bernhardswald aufzubauen. Schließlich gibt es auch eine Affinität zum jährlich in unserer Pfarrei Pettenreuth stattfindenden Leonhardi-Ritt.
Der Wallfahrtsweg führte über große Teile den idyllisch meist von Wiesen und Wäldern eingebetteten Radweg der ehemaligen Eisenbahnstrecke von Hauzendorf nach Wald entlang und von dort über Hirschenbühl nach Hetzenbach.
Erwin Seitz organisierte das Gebet und den Gesang auf der Wallfahrt. Dabei wurde er beim Gebet von Walter Eberwein und Thomas Meier, beim Gesang auf dem Rückweg von Annemarie Koller unterstützt.
Das Gebets- und Gesangsprogramm schloss verschiedene Stile und verschiedene Anliegen ein: bayerische Gebete und Gesänge (z. B. „Die Bayerische Messe“ von Hemut Zöpfl) sowie die Grüssauer Rufe. Ferner wurden Rosenkranzgebete in verschiedenen Anliegen (z. B. für den Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas, für den Frieden in der Welt, für die Regierenden) gesprochen. Viele Marienlieder (z. B. „Rosenkranzkönigin“, „Madonna, schwarze Madonna“, „Maria, breit den Mantel aus“, „Meerstern, ich dich grüße“) wurden gesungen. In einem Kreuzweg wurde auch all derer gedacht, die auf der Welt unter den verschiedenen Kriegen und Krisen schwer zu leiden haben.
Unter Gebet und Gesang erreichten wir pünktlich unser Ziel.
Um 10:30 Uhr begann der feierlich von Pfarrvikar Amuthan zelebrierte Gottesdienst. Er erinnerte in seiner Predigt daran, dass Maria mit uns durch Leiden verbunden ist: so wie jeder von uns sein Kreuz zu tragen hat, hat auch Maria von der Herbergssuche und der Geburt im Stall zu Bethlehem angefangen bis zum Tode ihres geliebten Sohnes, als sie unter seinem Kreuz stand, viele Anstrengungen ertragen müssen. Das verbindet uns mit Maria: gemeinsames Leid ist halbes Leid. Im gemeinsamen Blick auf Maria dürfen wir uns verbunden wissen mit allen, die sich heute von ihr an die Hand nehmen lassen, um uns zu Jesus zu führen.
Nach dem Gottesdienst stärkten sich die Pilgerinnen und Pilger beim nahe an der Wallfahrtskirche gelegenen „Lindenwirt“.
Einige Pilgerinnen und Pilgern traten auch betend und singend den Rückweg nach Hauzendorf zu Fuß an, wo sie schließlich mit „Großer Gott, wir loben dich“ und der Bayernhymne die Wallfahrt ausklingen ließen. So hatten wir unser Heimatland dem Segen Gottes und dem Segen der Patrona Bavariae, unserer Schutzfrau Bayerns, anvertraut.
Am Ende bleibt ein herzliches Vergelt´s Gott zu sagen:
- unserem Pfarrvikar Amuthan für die Spendung des Wallfahrersegens und die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes mit seiner guten Predigt.
- unserem Wallfahrtsorganisator Erwin Seitz für die rundum gelungene Planung der Wallfahrt.
- Maria Plekat-Riemhofer für die Begleitung der Wallfahrt und die schönen Worte am Beginn des Gottesdienstes.
- Frau Weber, der Mesnerin von St. Leonhard Hetzenbach, die uns gastlich aufgenommen hat.
- Friederike Meier für das feierliche Orgelspiel und den Gesang in der Kirche.
- Annemarie Koller, die unserer Wallfahrt durch ihren wunderbaren, ergreifenden und bewegenden Gesang die Wallfahrt eine beeindruckende Tiefe verliehen haben – vor allem der Vortag der Gesänge der Zöpfl-Messe wird unvergesslich bleiben.
- Walter Eberwein, der gemeinsam mit mir unter der Leitung von Erwin Seitz die Gebete gesprochen hat.
- den Kreuzträgern Christian Bleicher und Roland Dollinger und den Trägern des Lautsprechers Herbert Nerl und Johann Selzh.
- vor allem aber allen Pilgerinnen und Pilgern, die an der Wallfahrt teilgenommen haben. Mögen ihre Anliegen erhört werden.
(Thomas Meier, Sprecher OA Pettenreuth)

